kunstfürgrossewände - der kreative Prozess


Zeit und Ruhe. Diese beiden Gegebenheiten sind der Ursprung aller guten Dinge. Der Wunsch etwas Mystisches zu kreieren, das uns hinter allen Sinnen verborgen ist, bildet der Ausganspunkt meiner künstlerischen Arbeit. Eine schöpferische Tätigkeit geht idealerweise der Frage nach, wie wir aus uns Selbst treten können um uns selber wieder neu entdecken zu können. Darin eine Essenz und Bedeutung einer Sache zu gewinnen und darzustellen, ist ein höchst erstrebenswertes Ziel. Kunst ist für mich Freiheit. Künstler zu sein bedeutet frei sein und einer Essenz nachzugehen und diese aufzusuchen. Oder noch besser - die eigene Essenz zu werden. Ein Status des «nicht Wissens» zu kultivieren, bevor es mit der handwerklichen Arbeit losgeht, bringt für mich einen Reiz mit sich, dem ich versuche nachzugehen. Vorausgesetzt ist lediglich das Medium bestehend aus Pinsel in meiner linken Hand, der Acrylfarbe, und ein bespannter Keilrahmen. 

 

Ein vages Gefühl welches mich in eine bestimmte Richtung weist, bildet die Voraussetzung um überhaupt mit der Arbeit zu starten. Oft vergeht viel Zeit, bis sich dieses Gefühl einstellt und die Idee sich zu manifestieren beginnt. Diese Idee diktiert dann das bevorstehende Gemälde in Grösse und Farbenwahl. Der anschliessende Prozess, wo ich mit dem Gemälde in Verbindung trete ist ein reizvoller und sehr spannender Teil. Die Stille sprechen zu lassen, Sie zu verstärken und mit dem bereits Geschehene in Beziehung zu stehen, ist eine magische Angelegenheit. Dieser kontemplative Prozess mit dem Gemälde diktiert den weiteren Verlauf, der ein offenes Ende hat. Der zutiefst psychologische Vorgang das Unbekannte zu erfassen und darzustellen braucht Zeit und Ruhe. Und plötzlich ist da ganz laut und eindeutig in der Vollkommenheit das fertige Gemälde.

 

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